Innovationsökosystem

Stuttgarter Innovationsökosystem Bioökonomie

Das Stuttgarter Innovationsökosystem Bioökonomie steht beispielhaft für die Innovationsstrategie Baden-Württembergs. Es vereint wissenschaftliche Exzellenz, wirtschaftliche Stärke und gesellschaftliches Engagement, um nachhaltige Lösungen in den thematischen Bereichen:

  • New Food & Nachhaltige Lebensmittelproduktion
  • Nachhaltige Energienutzung & Nährstoffrückgewinnung
  • Kreislaufwirtschaft & Ressourceneffizienz
  • Nachhaltige Agrarproduktion
  • Industrielle Biotechnologie 
  • Nachhaltige Architektur

zu entwickeln.

Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit der einzelnen Netzwerkpartner mit dem Ziel, eine zirkuläre und nachhaltige Bioökonomie in die Praxis umzusetzen, sowohl im urbanen als auch im ländlichen Raum. Im Zentrum stehen dabei zukunftsfähige Technologien und Geschäftsmodelle, die auf nachhaltigen Rohstoffen basieren und eine ganzheitliche Verwertung von Biomasse fördern. Ein Schwerpunkt liegt auf New-Food-Ansätzen, die im Kern der Bioökonomie stehen. Durch sie entstehen neue Impulse für die Ernährungsindustrie und die Transformation des Ernährungssystems als Teil einer zirkulären Bioökonomie. Hierbei geht es neben neuen Lebensmitteln auch um die zugrunde liegende GreenTech-Technologie und die nachhaltig produzierten Rohstoffe bzw. deren Nutzung, etwa durch die Veredelung von Nebenströmen zu neuen Lebensmittelkomponenten. Biomasse, die sich nicht für Nahrungszwecke eignet, bzw. Nebenströme, die bei der Lebensmittelherstellung entstehen, werden zu umweltfreundlichen Materialien für die Chemie-, Bau- oder Hightech-Industrien weiterverarbeitet – ganz im Sinne einer Kaskadennutzung, bei der das „Food First“-Prinzip im Zentrum steht.

Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Durch kontinuierlichen Austausch und abgestimmte Förderstrategien werden Innovationen gezielt beschleunigt. Besonders wichtig ist dem Innovationsökosystem, Impulse und Anfragen von Start-ups und Visionären aufzunehmen, um Vordenker bestmöglich zu unterstützen. Auf diese Weise können kontinuierliche erfolgreiche Piloten und neue Produkte in den verschiedenen Veranstaltungen integriert und in die Fläche getragen werden. 


Events und Projekte

Clusterworkshop Serie "Biointelligence Innovators"

Das S-TEC-Projekt „The Biointelligence Engine“ ist ein neues Zentrum für biointelligente Wertschöpfung in Stuttgart, das Unternehmen beim Einsatz von Biointelligenz in Produkten, Prozessen und Geschäftsmodellen unterstützt.Ziel und GrundideeDas Zentrum soll ein Innovationsökosystem für die biologische Transformation der Industrie aufbauen und beschleunigen. Kern ist die Konvergenz von Biologie, Hardware und Software („biointelligente Wertschöpfung“), um effizientere Prozesse, resiliente Produkte und nachhaltige Geschäftsmodelle zu ermöglichen.Aufgaben und AngeboteUnterstützung von Unternehmen beim Verbinden von Biologie, Technik und Informatik – von ersten „Quick Checks“ bis zu Machbarkeitsstudien und Prototypen.Entwicklung und Umsetzung geförderter Projekte gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und Industriepartnern.Transferformate wie Summer School, Vortragsreihen, Innovationspraktika, Kongresse und Netzwerkveranstaltungen, um Biointelligenz in Ausbildung und Entscheidungsstrukturen zu verankern.

Das Zentrum ist Teil des Stuttgarter Technologie- und Innovationscampus S-TEC und wird von Fraunhofer-Instituten (u. a. IPA, IGB) sowie Instituten der Universitäten Stuttgart und Hohenheim getragen. Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg fördert „The Biointelligence Engine“ mit rund 8,9 Millionen Euro aus EFRE-Mitteln; das Projekt läuft voraussichtlich bis Ende 2027. Thematische Schwerpunkte

Anwendungsfelder sind u. a. Life Sciences & Ernährung, AgriTech & FoodTech, Prozess- und Fertigungsindustrie sowie IT und Automatisierung. Biointelligente Systeme sollen also insbesondere in Bereichen wie Gesundheit, Ernährung, Energie, Wohnen und Konsum zu ressourceneffizienten, umweltverträglichen Lösungen beitragen.

In 2026 findet in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart eine Clusterworkshop Serie statt, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind!Termine: 31.03., 17.06., 30.09., 24.11., jeweils von 8-10 Uhr im Gutbrod in Stuttgart. Die Einladung finden Sie hier!Im Workshop entwickeln Sie einen persönlichen Quick-Check für Ihren Arbeitsbereich & erfahren, wie Sie gemeinsam mit S-TEC Biointelligenz für Ihr Unternehmen bzw. Ihren Bereich erschließen können!

Hier geht es zur Einladung

C.A.T.A.L.I.S.T - Celular Agriculture Technology and Advanced Life-Sciences Infrastructure Stuttgart

Unter der Koordination des Fachgebiets Pflanzliche Lebensmittel und in Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle Bioökonomie, zwölf Fachgebieten des Instituts für Lebensmittelwissenschaft und Biotechnologie, dem Fachgebiet Phytopathologie und der Forschungsförderung der Universität Hohenheim wurden 1,1 Millionen. Euro für den Aufbau einer neuen Forschungsplattform eingeworben. 

Im Projekt C.A.T.A.L.I.S.T. entsteht die Hohenheim Cellular Agriculture Platform. Diese kann sämtliche Agrarprodukte biotechnologisch und nachhaltig im Sinne einer Food-First-Strategie integrieren und setzt skalierbare Bioreaktorsysteme für die bakterielle und pilzbasierte Präzisionsfermentation von funktionellen, sicheren und gesunden Lebensmitteln bzw. Lebensmittelbestandteilen ein. Das Fachgebiet Phytopathologie integriert die Plattform in seine eigenen bioreaktorbasierten Forschungsaktivitäten.

Unterstützt wird C.A.T.A.L.I.S.T. durch das Stuttgarter Innovationsökosystem Bioökonomie, welche als starke Partner in der Nutzung der Transfer- und Skalierungsinfrastruktur als Projekt und Praxispartner auftreten werden.

C.A.T.A.L.I.S.T. wird gefördert durch das Baden-Württemberg Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und die kofinanziert durch die Europäische Union. 

LINK zu C.A.T.A.L.I.S.T. 

Re:Thinking Kreislaufwirtschaft erleben

Pop-up Space Region Stuttgart (03-09/2025)

Beim Format „Re:Thinking – Kreislaufwirtschaft erleben“ handelte es sich um einen Pop-up Space in der Stuttgarter Königstraße, in dem Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie für eine breite Öffentlichkeit sichtbar und erlebbar gemacht wurden. Auf über 300 m² präsentierten Unternehmen, Hochschulen und Initiativen aus der Region ihre Lösungen für zirkuläre Wertschöpfung – etwa urbanes Farming, kreislauffähige Baumaterialien oder biobasierte Verpackungen – ergänzt durch Ausstellungen, Workshops, Mitmachstationen und Netzwerkformate.

Der Pop-up Space brachte Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft an einem zentralen Ort zusammen, förderte den Wissensaustausch und initiierte neue Kooperationen. Der Pop-up Space fungierte als niedrigschwellige Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis, steigerte die Sichtbarkeit von Kreislaufwirtschaft und Bioökonomie und unterstützte den Aufbau eines regionalen Netzwerks für nachhaltige, zirkuläre Geschäftsmodelle und Technologien.

LINK zum Bericht

New Food Festival 2025

Food System Revolution

Das New Food Festival Stuttgart fand 2025 zum zweiten Mal statt. Unter dem Motto „Food System (R)Evolution“ trafen sich vom 4. bis 6. März rund 50 Ausstellende und 400 Teilnehmende an der Universität Hohenheim. Darunter Start-ups und Betriebe aus der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, der Gastronomie, Handel, Forschung sowie Investoren aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. Hauptveranstalter der Business-Konferenz und -Messe ist der Verband crowdfoods. Mitinitiatoren und Unterstützer sind die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart, die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH und die Universität Hohenheim.

LINK zur Event Webseite

Weitere folgen